Zwischen Allmacht und Ohnmacht liegt ein Raum
Handlungsspielräume erkennen, bewohnen und verantwortlich gestalten
„Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt. Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte, der dem Leben zu antworten – das Leben zu ver-antworten hat.“ Viktor Frankl
Nicht wir sind es, die dem Leben die Fragen stellen – vielmehr ist es das Leben selbst, das uns befragt und zu Antworten herausfordert. Doch was geschieht, wenn diese Fragen in ihrer Zahl und Komplexität überwältigend werden? Wenn Anforderungen uns zwischen Ohnmacht und Allmacht hin- und herziehen?
Zwischen diesen Polen liegt ein Raum. Ein Raum, den wir bewusst, verantwortlich und wirksam gestalten können: die eigene Teilmacht.
Gesellschaftliche Spannungen, Veränderungen in Organisationen, Erwartungen an Führung, Verantwortung in Gruppen, die eigene Sehnsucht nach Klarheit – vieles wirkt gleichzeitig auf uns ein. Manchmal entsteht daraus Druck: Ich müsste mehr tun. Oder Resignation: Ich kann ja doch nichts ändern. Doch zwischen diesen Polen liegt ein dritter Weg: den eigenen Einfluss realistisch wahrnehmen, Grenzen achten und Verantwortung dort übernehmen, wo sie stimmig und wirksam ist.
Im Seminar erkunden wir unsere eigene Wirksamkeit und arbeiten mit dem persönlichen Erleben von Macht, Ohnmacht, Verantwortung und Begrenzung – im beruflichen Alltag, in Gruppenleitung, Beratung, Führung und gesellschaftlichem Engagement.
Inhalte und Schwerpunkte
- Auslöser von Überforderung und Ohnmacht (früher) wahrnehmen und verstehen
- den eigenen Umgang mit alltäglichen Herausforderungen erkunden und reflektieren
- Verantwortung, Abgrenzung und Einfluss neu ausbalancieren – die Chairperson stärken
- Möglichkeitsräume kreativ, spielerisch und experimentell erkunden
- Ressourcen stärken und konkrete Schritte für den Alltag entwickeln
- Arbeit zwischen Polaritäten wie Autonomie vs. Interdependenz und Freiheit vs. Grenzen (1. und 2. Axiom)
Kreative und körperbezogene Zugänge – Bewegung, Gestaltung, Musik – unterstützen den Prozess. Sie eröffnen neue Perspektiven, fördern Selbsterfahrung und ermöglichen Lernen jenseits rein kognitiver Zugänge: lebendig, persönlich und in Resonanz mit der Gruppe.
Das Seminar richtet sich an Menschen, die nicht nur über Verantwortung sprechen wollen – sondern ihren eigenen Spielraum klarer, mutiger und leichter bewohnen möchten