Lachen verboten!?

TZI und Humor

P - Persönlichkeitsseminar Neudietendorf

Können Humor und Lachen auch in TZI-Kursen ein Mittel zur inneren Befreiung sein und den Blick weiten? Mit diesem Kurs wollen wir es versuchen.

Der Begriff „Humor“ spielt in der Theorie der TZI kaum eine Rolle, obwohl die mit ihm verbundene Geisteshaltung Anknüpfungspunkte bietet. Denn: So vielschichtig und wenig präzise der Begriff auch ist, die enge Verbindung des Humors zum Lachen und seine Tendenz zur Menschenfreundlichkeit sind nicht zu bestreiten.

Gibt es ein „inklusives Lachen“, mit dem Gruppenprozesse besser gelingen und Lernen lebendiger wird? Oder ist jedes Lachen eine potenzielle Verletzung des Schutzraumes, den die TZI doch bieten will? Ist es unvermeidlich, dass der Schalk in den Augen des Kursleiters / der Kursleiterin und der Teilnehmenden nicht zu den prägenden Erfahrungen im Umgang mit TZI gehört?

Oder kann das Lachen - über sich selbst, über einzelne oder in der Gruppe empfundene defizitäre Verhältnisse - auch ein Mittel der inneren Befreiung sein, mit dessen Hilfe man ein selbst geschnürtes gedankliches Korsett sprengt? Ist das Lachen gar eine Bewältigungsstrategie in schweren Zeiten?

Wie müsste der Humor, dem das gelingen soll, beschaffen sein? In welchen Situationen kann er ein Ventil für Spannungen sein? Wie loten wir in der Leitung von Gruppen und in uns selbst die Grenzen zwischen Mitlachen, Belächeln, Auslachen oder gar Verlachen aus? Wie können wir die integrative Kraft des Lachens nutzen?

Auch wenn dies alles wiederum ernst und getragen klingen mag: wir sind zuversichtlich, dass dieses TZI-Seminar nicht nur spannend und anregend, sondern auch ziemlich lustig werden wird.